Wissensdatenbank
Zinkformen im Vergleich
Sie lesen:
Inhalt
Auf dieser Seite
Wenn Sie auf der Suche nach einem Nahrungsergänzungsmittel mit Zink sind, stehen Sie vor einer großen Auswahl. Auf den Etiketten finden Sie Bezeichnungen wie Zinkbisglycinat, Zinkcitrat, Zinkgluconat, Zinkpicolinat oder Zinkmethionin. Es gibt auch Produkte, die mehrere Zinkformen miteinander kombinieren. Doch was bedeuten diese Bezeichnungen, und ist eine Form besser als die andere?
Mehr Suchergebnisse von uns auf Google sehen
Als bevorzugte Quelle hinzufügen (öffnet in einem neuen Tab)Die jeweilige Verbindung kann Einfluss auf die Löslichkeit, die Aufnahme, die Menge an elementarem Zink und die Verträglichkeit haben. Dennoch lässt sich nicht einfach eine Zinkform als die beste bezeichnen. Wissenschaftliche Vergleichsstudien zu den verschiedenen Formen sind begrenzt. Außerdem hängt die Aufnahme unter anderem von der Ernährung, der Dosierung und dem individuellen ab.
Möchten Sie mehr über die Funktionen von Zink, den täglichen Bedarf und die sichere Anwendung erfahren? In unserem Wissensdatenbank-Artikel Zink finden Sie weitere Informationen über diesen wichtigen Mineralstoff.
Warum wird Zink an einen anderen Stoff gebunden?
In Nahrungsergänzungsmitteln liegt Zink in Form einer chemischen Verbindung vor. Dabei ist das Mineral beispielsweise an eine organische Säure oder eine gebunden. So entstehen Bezeichnungen wie Zinkcitrat und Zinkbisglycinat.
Diese Bindung:
- ermöglicht die Verarbeitung in Tabletten, Kapseln oder Lutschtabletten;
- bestimmt, wie viel elementares Zink die Verbindung enthält;
- kann die Löslichkeit und Aufnahme beeinflussen;
- kann Einfluss auf den Geschmack und die Verträglichkeit haben.
Nach der Aufnahme nutzt der Körper das freigesetzte Zink. Die zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben beziehen sich deshalb auf Zink und nicht auf eine bestimmte Verbindung.
Elementares Zink im Vergleich zur gesamten Verbindung
Dies ist der wichtigste Unterschied, auf den Sie beim Lesen eines Etiketts achten sollten.
Eine Zinkverbindung besteht nicht vollständig aus Zink. Ein Teil ihres Gewichts entfällt auf den Stoff, an den das Zink gebunden ist. Deshalb kann die Menge der gesamten Verbindung deutlich höher sein als die Menge an elementarem Zink.
Ein Beispiel: Zinkcitrat besteht zu etwa einem Drittel aus Zink. Ein Produkt mit 30 mg Zinkcitrat liefert also nicht 30 mg Zink, sondern nur rund 10 mg elementares Zink.
Achten Sie deshalb immer auf die Angaben zur Zusammensetzung:
- Zinkcitrat: Menge der gesamten Verbindung;
- davon Zink: Menge an elementarem Zink.
Für den Vergleich verschiedener Produkte ist die Menge an elementarem Zink entscheidend.
Die wichtigsten Zinkformen im Vergleich
Zink ist in organischen und anorganischen Verbindungen erhältlich.
- Organische Zinkverbindungen (Chelate) sind an Aminosäuren oder organische Säuren gebunden, zum Beispiel Zinkbisglycinat oder Zinkcitrat.
- Anorganische Zinkverbindungen sind an Bestandteile ohne Kohlenstoff gebunden, etwa Sauerstoff (Zinkoxid) oder Sulfat (Zinksulfat).
Die Unterschiede liegen vor allem in der Löslichkeit, der Aufnahme und der Verträglichkeit.
Zinkacetat
Zinkacetat ist eine Verbindung von Zink mit Essigsäure. Es handelt sich um eine gut wasserlösliche Zinkverbindung.
Eigenschaften von Zinkacetat:
- als Monopräparat erhältlich;
- wird von verschiedenen internationalen Marken verwendet;
- ist gut wasserlöslich.
Zinkacetat ist weniger verbreitet als organisch gebundene Formen wie Bisglycinat oder Citrat. Es besitzt jedoch keine eigenständige gesundheitsbezogene Wirkung, die es von anderen Zinkformen unterscheidet.
Zinkascorbat
Zinkascorbat gehört zu den weniger verbreiteten Zinkformen. Dabei ist Zink an Ascorbinsäure gebunden. Dies kann eine praktische Möglichkeit sein, Zink und Vitamin C in einem Produkt zu kombinieren. Es bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Zinkascorbat besser aufgenommen wird als andere Verbindungen. Wie bei anderen Zinkverbindungen bestimmt die Zusammensetzung, wie viel elementares Zink und wie viel Vitamin C Sie tatsächlich aufnehmen. Kontrollieren Sie deshalb bei Produkten mit Zinkascorbat beide Mengen getrennt.
Zinkaspartat
Zinkaspartat ist eine Verbindung von Zink mit Asparaginsäure, einer Aminosäure, die natürlicherweise im Körper vorkommt.
Eigenschaften von Zinkaspartat:
- als Monopräparat erhältlich;
- gilt als gut verträglich.
Zinkaspartat ist eine . Achten Sie immer darauf, wie viel elementares Zink das Produkt pro Tagesdosis liefert.
Zinkbisglycinat
Bei Zinkbisglycinat ist Zink an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden. Diese Verbindung wird auch als Aminosäurechelat bezeichnet.
Bisglycinat wird häufig aus folgenden Gründen gewählt:
- die Bindung an eine Aminosäure;
- die Löslichkeit;
- die in der Regel gute Verträglichkeit;
- die Verwendung in Kapseln und Tabletten.
Einige Studien zeigen eine gute Aufnahme. Das bedeutet jedoch nicht, dass Bisglycinat nachweislich für jeden Menschen besser geeignet ist als jede andere Zinkform.
Auf Etiketten finden Sie auch die Bezeichnungen Zinkglycinat, Zinkbisglycinat oder Zinkchelat.
Kontrollieren Sie immer, wie viel elementares Zink das Produkt liefert. Ein bekannter patentierter Markenrohstoff in dieser Kategorie ist TRAACS® von Albion. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes Herstellungsverfahren für Aminosäurechelate.
Zinkcarbonat
Zinkcarbonat ist eine Verbindung von Zink mit Carbonat. Es handelt sich um eine mit neutralem Geschmack.
Eigenschaften von Zinkcarbonat:
- kommt in Basisrezepturen und preisgünstigen Nahrungsergänzungsmitteln vor;
- besitzt eine stabile Struktur.
Wie bei Zinkoxid sagt die angegebene Menge der Verbindung allein noch nicht alles aus. Kontrollieren Sie immer die Menge an elementarem Zink pro Tagesdosis.
Zinkcitrat
Zinkcitrat ist eine Verbindung von Zink mit Citronensäure. Es handelt sich um eine gut lösliche organische Verbindung, die häufig in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird.
Eigenschaften von Zinkcitrat:
- weit verbreitet und gut erhältlich;
- für die Verwendung in Tabletten und Kapseln geeignet;
- in der Regel gut löslich;
- in verschiedenen Dosierungen erhältlich.
Zinkcitrat ist eine praktische Form für die allgemeine Anwendung. Es besitzt jedoch keine eigenständige gesundheitsbezogene Wirkung im Vergleich zu anderen Zinkformen.
Zinkgluconat
Zinkgluconat ist eine Verbindung von Zink mit Gluconsäure. Diese Form kommt in herkömmlichen Tabletten vor, wird aber auch häufig in Lutschtabletten eingesetzt.
Gluconat wird unter anderem wegen seiner Löslichkeit und guten Verarbeitungseigenschaften verwendet. Die Wirkung einer Lutschtablette lässt sich jedoch nicht direkt mit der einer Kapsel vergleichen, die geschluckt wird. Dosierung, Zusammensetzung, im Mund und Anwendungsdauer unterscheiden sich.
Achten Sie bei Produkten mit Zinkgluconat besonders auf die Tagesdosis. Manche Produkte enthalten 50 mg Zink pro Tablette und sind damit nicht automatisch für die langfristige tägliche Einnahme geeignet.
Zink-HVP-Chelat
Zink-HVP- ist eine organische Chelatform, bei der Zink an gebunden ist.
Eigenschaften:
- wird von Marken wie New Roots Herbal verwendet;
- als Monopräparat erhältlich;
- zeichnet sich durch eine hohe Stabilität der Chelatbindung aus.
Eine Chelatbindung bedeutet, dass das Zink fest in eine Molekülstruktur eingebunden ist, ähnlich wie bei anderen Aminosäurechelaten. Kontrollieren Sie immer, wie viel elementares Zink die Tagesdosis liefert.
Zinkmethionin
Zinkmethionin ist eine Verbindung von Zink mit der Aminosäure Methionin. Ein bekannter patentierter Markenrohstoff ist L-OptiZinc®, bei dem Zink als Zinkmono-L-methioninsulfat vorliegt.
Diese Form kommt sowohl in Monopräparaten als auch in Produkten mit mehreren Zinkformen vor.
Eigenschaften:
- an eine Aminosäure gebundene Zinkform;
- als patentierter Markenrohstoff erhältlich;
- häufig in Kapseln enthalten;
- wird regelmäßig mit anderen Zinkformen kombiniert.
Ein Markenrohstoff wie TRAACS® oder OptiZinc® steht für ein bestimmtes, patentiertes Herstellungsverfahren mit festgelegten Qualitätskontrollen. Dies sagt etwas über die Herkunft und Zusammensetzung aus, bedeutet aber nicht automatisch, dass die Verbindung eine andere Wirkung hat als dieselbe Verbindung eines anderen Herstellers.
Zinkoxid
Zinkoxid ist eine anorganische Verbindung. Diese Form enthält pro Gramm Rohstoff relativ viel elementares Zink, ist jedoch weniger gut löslich als verschiedene organische Verbindungen.
Dadurch lässt sich bereits mit einer kleinen Rohstoffmenge eine relativ hohe Zinkmenge auf dem Etikett angeben. Die angegebene Menge allein sagt jedoch nicht alles aus. Auch die Löslichkeit, die Produktformulierung und die Art der Anwendung spielen eine Rolle.
Zinkoxid wird außerdem äußerlich in Hautpflegeprodukten wie Sonnenschutzmitteln und pflegenden Cremes verwendet. Über die Haut aufgetragenes Zinkoxid trägt allerdings nicht zur Zinkaufnahme über die Ernährung bei.
Zinkpicolinat
Bei Zinkpicolinat ist Zink an Picolinsäure gebunden. Diese organische Verbindung kommt sowohl in Monopräparaten als auch in Kombinationspräparaten vor.
Praktische Eigenschaften:
- als Monopräparat und als Bestandteil von Kombinationsprodukten erhältlich;
- häufig in Kapselform angeboten;
- regelmäßig in höheren Dosierungen erhältlich;
- auch in Produkten mit mehreren Zinkformen enthalten.
Bei Produkten mit 30 oder 50 mg Zink ist vor allem die Dosierung entscheidend und weniger die Wahl von Picolinat.
Zinkpidolat
Zinkpidolat ist eine Verbindung von Zink mit Pidolinsäure. Pidolinsäure ist eine organische Verbindung, die natürlicherweise im Körper vorkommt.
Eigenschaften:
- kommt sowohl in Monopräparaten als auch in Kombinationspräparaten vor;
- besitzt eine gute Löslichkeit und wird häufig für Rezepturen mit mehreren Inhaltsstoffen gewählt.
Zinkpidolat ist weniger verbreitet als Bisglycinat oder Citrat. Kontrollieren Sie immer die Menge an elementarem Zink pro Tagesdosis.
Zinksulfat
Zinksulfat ist eine Verbindung von Zink mit Sulfat. Es handelt sich um eine anorganische Verbindung, die unter anderem in flüssigen Mineralstoffpräparaten vorkommt.
Eigenschaften von Zinksulfat:
- kommt in flüssigen Mineralstoffpräparaten vor;
- kann eine hohe Konzentration pro Tropfen oder Kapsel aufweisen.
Flüssige Zinkpräparate auf Basis von Zinksulfat müssen sorgfältig dosiert werden. Kontrollieren Sie genau, wie viel elementares Zink eine Tagesdosis liefert, und beachten Sie die von 25 mg Zink pro Tag aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zusammen.
Eine Zinkform oder mehrere Formen kombinieren?
Manche Nahrungsergänzungsmittel enthalten nur eine Zinkverbindung. Andere kombinieren beispielsweise Citrat, Gluconat, Picolinat, Bisglycinat und Methionin.
Eine Kombination kann für Sie interessant sein, wenn Sie:
- sich nicht gezielt für eine bestimmte Verbindung entscheiden möchten;
- mehrere Zinkformen in einer Tagesdosis bevorzugen;
- ein umfassend formuliertes Produkt suchen.
Mehrere Verbindungen machen ein Nahrungsergänzungsmittel nicht automatisch wirksamer. Achten Sie vor allem auf:
- die Gesamtmenge an elementarem Zink;
- den Anteil, den jede einzelne Form dazu beiträgt;
- einen möglichen Zusatz von Kupfer;
- weitere Inhaltsstoffe, die die Aufnahme beeinflussen können [DE-link controleren: Kombinieren von Nahrungsergänzungsmitteln];
- die empfohlene Einnahmedauer.
Wenn fünf verschiedene Formen zusammen 25 mg Zink liefern, bleibt die Gesamtmenge bei 25 mg.
Welche Zinkform wird am besten aufgenommen?
Es gibt Hinweise darauf, dass gut lösliche organische und an Aminosäuren gebundene Zinkformen gut aufgenommen werden können.
Die tatsächliche Aufnahme hängt jedoch auch von folgenden Faktoren ab:
- der Zinkmenge;
- dem individuellen Zinkstatus;
- der Einnahme mit oder ohne Nahrung;
- dem Phytatgehalt der Mahlzeit;
- der Darmgesundheit;
- anderen Mineralstoffen;
- der Produktformulierung.
Ein gut verträgliches Produkt mit einer passenden Dosierung, das regelmäßig eingenommen wird, kann praktischer sein als eine theoretisch vorteilhafte Zinkform mit einer unnötig hohen Dosierung.
Welche Zinkform eignet sich bei einem empfindlichen Magen?
Zink kann bei manchen Menschen Übelkeit verursachen, insbesondere bei hohen Dosierungen oder bei der Einnahme auf nüchternen Magen. Dies kann bei verschiedenen Zinkverbindungen vorkommen.
Bisglycinat wird häufig aufgrund seiner guten Verträglichkeit gewählt. Die individuellen Reaktionen können jedoch unterschiedlich ausfallen.
Wenn Sie Magenbeschwerden bekommen, können Sie:
- das Produkt während oder direkt nach einer Mahlzeit einnehmen;
- eine niedrigere Dosierung wählen;
- eine andere Zinkverbindung ausprobieren;
- die Tagesdosis überprüfen;
- sich von einer Fachperson beraten lassen.
Achten Sie nicht nur auf Begriffe wie „hohe Bioverfügbarkeit“, „chelatiert“ oder „“. Entscheidend ist die gesamte Zusammensetzung eines Produkts und ob es zu Ihren Bedürfnissen passt.
Sie schwanken zwischen zwei Zinkprodukten? Unsere Drogisten und orthomolekularen Therapeuten helfen Ihnen gerne dabei, die Dosierung, die Zinkform, die Hilfsstoffe und weitere Inhaltsstoffe miteinander zu vergleichen.
Quellen
- NIH Office of Dietary Supplements: Zinc fact sheet for health professionals
- EFSA: Dietary reference values for zinc
- EFSA: Tolerable upper intake levels for vitamins and minerals
- Nutrients (2024): Comparative absorption and bioavailability of various chemical forms of zinc in humans
Mehr Suchergebnisse von uns auf Google sehen
Als bevorzugte Quelle hinzufügen (öffnet in einem neuen Tab)