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Omega‑Fettsäuren

Omega‑Fettsäuren gehören zu den Nährstoffen, zu denen besonders häufig Fragen gestellt werden. Sie spielen eine Rolle bei Energie, Herz, Gehirn und beim Gleichgewicht der Fette im Körper. Gleichzeitig gibt es viele Missverständnisse über den Unterschied zwischen Omega‑3, Omega‑6, Omega‑7 und Omega‑9, über Quellen wie Fisch, Algen und Krill sowie über die Auswahl eines passenden Nahrungsergänzungsmittels.

Omega‑Fettsäuren sind ungesättigte Fette, die der Körper täglich nutzt. Einige kann der Körper selbst herstellen, andere müssen über die Ernährung aufgenommen werden. Omega‑3 und Omega‑6 sind essenziell, Omega‑7 und Omega‑9 nicht, aber sie tragen dennoch zum Gesamtgleichgewicht bei.

Was genau sind Omega‑Fettsäuren?

Omega‑Fettsäuren sind nach der Position ihrer Doppelbindung benannt. Das klingt technisch, bedeutet aber einfach, dass jede Art im Körper anders wirkt.

Omega‑3 ist bekannt für EPA und DHA, Omega‑6 für Linolsäure, Omega‑7 für Palmitoleinsäure und Omega‑9 für Ölsäure. Jede dieser Fettsäuren hat ihre eigene Aufgabe, und gemeinsam bilden sie ein natürliches Gleichgewicht.

Omega‑3 ist die bekannteste Gruppe. EPA und DHA unterstützen Herz, Gehirn und Sehkraft – offizielle Gesundheitsangaben, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt wurden. ALA, die pflanzliche Omega‑3‑Form, kann nur in sehr kleinen Mengen in EPA und DHA umgewandelt werden. Deshalb sind Fisch und Algen wichtige Quellen.

Omega‑6 kommt überwiegend in pflanzlichen Ölen vor. Es ist essenziell, aber in modernen Ernährungsweisen oft deutlich stärker vertreten als Omega‑3. Omega‑9 stammt aus Lebensmitteln wie Olivenöl und Nüssen. Omega‑7 ist weniger bekannt und kommt hauptsächlich in Sanddorn vor.

Warum ist das Verhältnis zwischen Omega‑3, 6 und 9 wichtig?

Der Körper funktioniert am besten, wenn Omega‑3 und Omega‑6 im Gleichgewicht sind. In westlichen Ernährungsweisen ist der Anteil an Omega‑6 häufig deutlich höher als der von Omega‑3. Das bedeutet nicht, dass Omega‑6 „schlecht“ ist, aber es zeigt, dass eine Erhöhung der Omega‑3‑Zufuhr helfen kann, das natürliche Verhältnis wiederherzustellen. Dieses Verhältnis ist keine strenge Regel, sondern ein hilfreiches Modell, um zu verstehen, wie diese Fette zusammenarbeiten.

Woher stammen Omega‑Fettsäuren?

Omega‑3 stammt aus Fisch, Algen und Krill. Der Ursprung ist einfach: EPA und DHA werden von Algen gebildet. Krill frisst Algen, und Fische fressen Krill. Deshalb enthalten Fisch und Krill Omega‑3. Algenöl ist eine vollständig pflanzliche Quelle für EPA und DHA.

Omega‑6 kommt hauptsächlich aus pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumen‑, Mais‑ oder Sojaöl. Omega‑9 findet man in Olivenöl, Avocados und Nüssen. Omega‑7 stammt aus Sanddornbeeren.

Wie funktioniert die Omega‑3‑Nahrungskette?

Omega‑3 beginnt ganz am Anfang der marinen Nahrungskette. Algen produzieren EPA und DHA. Krill ernährt sich von Algen. Fische ernähren sich von Krill. Diese natürliche Kette erklärt, warum Fischöl, Krillöl und Algenöl alle Omega‑3 enthalten – jedoch mit unterschiedlichen Zusammensetzungen. Mehr dazu findest du unter Omega‑3‑Nahrungskette.

Wie unterstützen Omega‑Fettsäuren den Körper?

Omega‑3 unterstützt Herz, Gehirn und Sehkraft. EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei, und DHA unterstützt die normale Gehirnfunktion und das Sehvermögen. Diese Angaben sind offiziell bestätigt.

Omega‑6 unterstützt Wachstum und Entwicklung. Omega‑9 ist vor allem aus Olivenöl bekannt und ist ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Ernährung. Omega‑7 trägt zum Fettstoffwechsel bei.

Wie wählt man das richtige Omega‑3‑Nahrungsergänzungsmittel?

Die Auswahl eines Omega‑3‑Produkts kann überwältigend wirken. Es gibt Fischöl, Algenöl, Krillöl, verschiedene Konzentrationen von EPA und DHA und unterschiedliche Darreichungsformen. Einige Fragen können helfen, die passende Wahl zu treffen.

Wer eine pflanzliche Option bevorzugt, greift zu Algenöl. Wer eine hohe Konzentration von EPA und DHA möchte, wählt oft ein gereinigtes Fischöl. Wer kleine Kapseln bevorzugt, findet Krillöl angenehm.

Was bedeuten Qualitätsstandards wie IFOS, GOED und der TOTOX-Wert?

Qualitätsstandards helfen zu verstehen, wie rein und frisch ein Öl ist. IFOS testet Fischöle auf Reinheit und Oxidation. GOED ist eine Branchenorganisation, die Qualitätsstandards festlegt. Der TOTOX-Wert ist ein Maß für den Oxidationsgrad. Diese Indikatoren sagen nicht direkt, ob ein Produkt „besser“ ist, aber sie zeigen, wie gründlich es geprüft wurde.

Was ist Omega‑7 und warum wird es separat behandelt?

Omega‑7 ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die hauptsächlich aus Sanddorn stammt. Es gehört nicht zu den Omega‑3-Fettsäuren, auch wenn die Namen ähnlich klingen. Omega‑7 hat seine eigene Rolle und wird daher als eigenes Thema behandelt.

Wie lagert man Omega‑3 richtig?

Omega‑3 ist empfindlich gegenüber Oxidation. Deshalb sollte es kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Kapseln sollten gut verschlossen bleiben, und flüssige Öle sollten nach dem Öffnen innerhalb der empfohlenen Zeit verbraucht werden.

Häufige Fehler bei der Verwendung von Omega‑3

Viele Menschen nehmen Omega‑3 ein, aber einige Missverständnisse tauchen immer wieder auf. Manche wählen ein Produkt mit sehr wenig EPA und DHA, weil sie die Dosierung falsch einschätzen. Andere nehmen Omega‑3 nur gelegentlich, obwohl eine regelmäßige Einnahme wichtig ist. Und manche verwechseln ALA mit EPA und DHA.

Sicherheit und Dosierung

Für Omega‑3 gibt es keine streng festgelegte Obergrenze, aber sehr hohe Dosierungen sollten nur nach fachlicher Beratung verwendet werden. Omega‑6 und Omega‑9 stammen hauptsächlich aus der Nahrung und müssen in der Regel nicht ergänzt werden. Für Omega‑7 gibt es ebenfalls keine festgelegte Obergrenze; Nahrungsergänzungsmittel sollten gemäß Etikett dosiert werden.

Persönliche Beratung

Unser Team hilft dir gerne dabei, das passende Omega‑3‑Produkt zu finden oder die Unterschiede zwischen Fisch, Algen und Krill zu erklären – immer ohne Verkaufsdruck. Du kannst uns telefonisch, per E‑Mail oder per Whatsapp erreichen.

Über diesen Artikel

Geschrieben von:

Nicole Raven
Nicole Raven Orthomolekulare Therapeutin

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