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Nahrungsergänzungsmittel sicher verwenden
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Nahrungsergänzungsmittel sind als Ergänzung zur täglichen Ernährung gedacht. Oft kann man sie problemlos verwenden. Dennoch ist nicht jedes Präparat in jeder Dosierung oder Kombination geeignet.
Die Sicherheit hängt davon ab, was Sie einnehmen, in welcher Menge, wie lange Sie es verwenden und natürlich auch von Ihrer persönlichen Situation. Nehmen Sie Medikamente ein, sind Sie schwanger oder geben Sie ein Nahrungsergänzungsmittel einem Kind? Dann ist besondere Aufmerksamkeit geboten.
Mit diesen sieben Prüfpunkten können Sie bewusster beurteilen, ob ein Nahrungsergänzungsmittel zu Ihnen passt.
Checkliste: 7 Prüfpunkte für die sichere Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln
- Wissen Sie, warum Sie das Nahrungsergänzungsmittel verwenden?
- Überprüfen Sie die gesamte Tagesdosis?
- Vermeiden Sie die ungewollte Anhäufung derselben Nährstoffe?
- Prüfen Sie Kombinationen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln?
- Berücksichtigen Sie Medikamente?
- Überprüfen Sie Warnhinweise für Ihre persönliche Situation?
- Bewerten Sie regelmäßig, ob die Einnahme noch notwendig ist?
1. Wissen Sie, warum Sie ein Nahrungsergänzungsmittel verwenden
Beginnen Sie mit der Frage, warum Sie ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder einnehmen möchten. Zum Beispiel weil:
- ein nachgewiesener Mangel vorliegt;
- eine offizielle Empfehlung zur Nahrungsergänzung besteht;
- Sie eine Ernährungsweise haben, bei der bestimmte Nährstoffe selten vorkommen;
- Sie sich in einer spezifischen Lebensphase befinden;
- Sie den Rat eines Arztes, Apothekers, Ernährungsberaters oder einer anderen Fachkraft im Gesundheitswesen erhalten haben.
Ohne klares Ziel ist es schwer zu bestimmen, welche Dosierung angemessen ist und wie lange Sie das Produkt verwenden sollten.
Ein Nahrungsergänzungsmittel, das vorübergehend sinnvoll ist, muss nicht automatisch dauerhaft eingenommen werden. Denken Sie auch daran, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung sind.
2. Überprüfen Sie die gesamte Tagesdosis
Achten Sie nicht nur auf die Menge der Wirkstoffe pro Kapsel, Tablette oder Tropfen. Überprüfen Sie immer, wie viel die gesamte empfohlene Tagesdosis enthält.
Achten Sie auf folgende Angaben:
- die Menge pro Kapsel, Tablette, Tropfen oder Messlöffel;
- die Anzahl der empfohlenen Dosierungen pro Tag;
- die Gesamtmenge pro Tagesdosis;
- den Prozentsatz der Referenzmenge (NRV);
- die empfohlene Höchstdosis.
Referenzmenge und Höchstmenge sind nicht dasselbe
Die Referenzmenge (NRV / Nährstoffbezugswert) ist ein allgemeiner Richtwert für die tägliche Zufuhr eines Nährstoffs. Der Prozentsatz auf dem Etikett zeigt, wie viel eine Tagesdosis davon liefert.
Obergrenzen (Tolerable Upper Intake Level) geben an, wie viel eine Person langfristig einnehmen kann, ohne dass nachteilige Wirkungen zu erwarten sind. Nicht für jeden Nährstoff ist eine solche Obergrenze festgelegt.
Ein Produkt, das mehr als 100% der Referenzmenge enthält, ist nicht automatisch unsicher. Eine höhere Dosierung ist jedoch auch nicht selbstverständlich besser oder notwendig.
Achtung Langfristig hohe Dosierungen können bei manchen Nährstoffen Risiken bergen. Das gilt unter anderem für Vitamin A, Vitamin D, Vitamin B6, Eisen, Selen und Zink.
Verwenden Sie hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel daher nur mit einem klaren Ziel und halten Sie sich an die Verzehrempfehlung.
3. Vermeiden Sie ungewollte Anhäufung
Eine zu hohe Zufuhr entsteht häufig durch die Kombination mehrerer Produkte.
Ein Multivitaminpräparat kann beispielsweise bereits Vitamin D, Vitamin B6, Zink und Selen enthalten. Dieselben Stoffe können zusätzlich in einem einzelnen Ergänzungspräparat, einem Sportprodukt oder einem Kombinationspräparat vorkommen.
Praktisches Beispiel
Sie verwenden:
- ein Multivitaminpräparat mit Vitamin D;
- Fischöl, dem Vitamin D zugesetzt wurde;
- einzelne Vitamin-D-Tropfen.
Obwohl jedes Produkt für sich genommen eine normale Dosierung enthalten kann, kann die tägliche Gesamtmenge höher ausfallen als beabsichtigt.
Legen Sie daher alle Produkte, die Sie verwenden, nebeneinander und rechnen Sie doppelte Nährstoffe zusammen. Achten Sie auch auf angereicherte Lebensmittel wie Getränke, Frühstücksprodukte oder Mahlzeitersatzprodukte, denen Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt wurden.
Achten Sie auf unterschiedliche Bezeichnungen
Derselbe Nährstoff kann in verschiedenen Formen auf dem Etikett stehen. Vitamin B12 kann beispielsweise als Methylcobalamin, Adenosylcobalamin oder Cyanocobalamin aufgeführt sein.
Bei Mineralstoffen müssen Sie auf die Menge des Elements selbst achten. Auf einem Magnesiumetikett können sowohl die gesamte Magnesiumverbindung als auch die Menge an elementarem Magnesium genannt werden. Die Menge an elementarem Magnesium bestimmt, wie viel Magnesium Sie tatsächlich aufnehmen.
4. Prüfen Sie Kombinationen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln
Nährstoffe können sich gegenseitig beeinflussen. Manche Kombinationen unterstützen sich, während andere Stoffe bei gleichzeitiger Einnahme um denselben Aufnahmeweg konkurrieren.
Beispiele sind:
- Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen unterstützen;
- Vitamin D und Vitamin K2 haben ergänzende Funktionen;
- Calcium kann die Aufnahme von Eisen beeinflussen;
- die langfristige Einnahme einer hohen Dosis Zink kann Auswirkungen auf den Kupferhaushalt haben.
Das bedeutet nicht, dass diese Nährstoffe niemals zusammen verwendet werden dürfen. Die Dosierung, Anwendungsdauer und Zusammensetzung des Produkts sind ebenfalls wichtig. Manchmal reicht es bereits aus, die Einnahme über den Tag zu verteilen.
5. Berücksichtigen Sie Medikamente
Nahrungsergänzungsmittel und Pflanzliche Präparate können die Aufnahme, Wirkung oder den Abbau von Medikamenten beeinflussen. Umgekehrt können Medikamente die Aufnahme oder Ausscheidung von Nährstoffen beeinflussen.
Besondere Aufmerksamkeit ist unter anderem erforderlich bei:
- Blutverdünnern;
- Schilddrüsenmedikamenten;
- Antibiotika;
- Antidepressiva;
- Magensäureblockern;
- Diuretika (Entwässerungsmittel);
- Schlafmitteln;
- Medikamenten gegen Diabetes;
- Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Auch pflanzliche Mittel können Wechselwirkungen zeigen. Johanniskraut ist ein bekanntes Beispiel und kann die Wirkung verschiedener Medikamente beeinflussen.
Nehmen Sie Medikamente ein? Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker immer darüber, welche Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate Sie verwenden. Das gilt auch für Produkte, die Sie rezeptfrei gekauft haben. Setzen Sie verschriebene Medikamente nicht eigenmächtig ab und ändern Sie die Dosierung nicht ohne Rücksprache.
6. Überprüfen Sie Warnhinweise für Ihre persönliche Situation
Ein Nahrungsergänzungsmittel, das für einen gesunden Erwachsenen geeignet ist, ist nicht automatisch für jeden geeignet.
Holen Sie zusätzlichen Rat ein bei:
- Schwangerschaft oder Stillzeit;
- Anwendung bei Kindern;
- chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem;
- bevorstehenden Operationen oder medizinischen Eingriffen.
Achten Sie stets auf spezifische Warnhinweise auf der Verpackung oder in der Packungsbeilage.
7. Bewerten Sie regelmäßig, ob die Einnahme noch notwendig ist
Die Bedürfnisse Ihres Körpers verändern sich. Was vor einigen Monaten eine sinnvolle Ergänzung war, ist heute möglicherweise nicht mehr notwendig.
Gehen Sie Ihre Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig durch:
- Passt das Produkt noch zu Ihrem aktuellen Lebensstil und Ihrer Ernährung?
- Wurde das ursprüngliche Ziel (z. B. der Ausgleich eines Mangels) erreicht?
- Verwenden Sie Produkte, die Sie eigentlich nur vorübergehend einnehmen wollten?
Durch regelmäßige Überprüfung halten Sie Ihre Routine übersichtlich, sicher und gezielt.
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